Am 13. Juli wurde der dritte Lauf zum 36ten internationalen oberösterreichischen Automobilslalom-Cup auf dem neuen Kurs am ehemaligen ÖBB-Terminal in der Linzer Turmstraße gefahren. Der Veranstalter Sk-Voest-Motorsport ist mit seinem „Voest-Slalom“ seit Jahrzehnten ein fixer Bestandteil des OÖ-Cups, und dieser Umstand alleine wäre schon beachtenswert. Noch beeindruckender ist aber, dass mit dieser Strecke seit dem letzten Rennen auf der legendären Gokartbahn im Jahr 2000 trotz aller Widrigkeiten bereits das sechste! Veranstaltungsgelände im Umkreis von wenigen Kilometern gefunden werden konnte. Obmann Christain Kitzler und sein Team durften sich als Lohn für ihre Mühen jedenfalls über ein größeres Starterfeld und prächtiges Slalomwetter freuen. Die Aktiven boten tollen Slalomsport und Sprecher Christian „Sitivi“ Wurzer sorgte für beste Stimmung unter den Zuschauern.
Division I
In der Klasse 1 bis 1600ccm konnte Reinhard Walkner für Kalwang Revanche nehmen und stellte im Duell mit Martin Gradwohl nach Siegen auf 2:1. Eine Woche nach seinem Debut auf der Sandbahn bei den Stockcars holte sich Mario Zimmermann im neuen Suzuki als Dritter seinen ersten Stockerlplatz in der laufenden Saison. Daniel Neuhold konnte Birgit Löschnig um 375 Tausendstel von Platz vier verdrängen, die sich wiederum nur um 99 Tausendstel gegen Vater Ferdinand durchsetzen konnte. Mit drei konstant schnellen Läufen durfte sich Rene Degenfellner in der Klasse 2 bis 2000ccm über seinen zweiten Saisonsieg freuen. Auf Platz zwei, mit nur 36 Hundertstel Rückstand klassierte sich der ehemalige OÖ-Cup-Gesamtsieger Christian Fesl, der nach längerer Pause wieder einmal ins Lenkrad griff und auf Anhieb wieder mit bei den Schnellsten war. Kalwang-Sieger Lukas Daross komplettierte als Dritter das Podium und Alexander Hamiga wurde nach eher durchwachsenem Training mit Tor- und Hutfehlern vierter. Ganz im Gegenteil zu Dietmar Schwab, der diesem Rennen vom ersten Training an seinen Stempel aufdrückte und eindrucksvoll die Klasse 3 über 2000ccm gewann. Dahinter wurde um die verbliebenen Podestplätze aber umso heftiger gekämpft. Nach drei superspannenden Durchgängen konnte sich Manfred Stangl 87 Tausendstel vor Carina Kröll und 25 Hundertstel vor Markus Fallmann durchsetzen. Platz fünf ging mit 364 Tausendstel Vorsprung auf Markus Sorg an Herbert Sommer. Herbert Fröhlich konnte sich mit einer Glanztat im dritten Rennlauf nochmals um über eine Sekunde steigern und damit Martin Walcher um 133 Tausendstel von der Spitze der Klasse 7, Sammelklasse Division I verdrängen.
Division II
Gerhard Nell führte nicht nur einen Fünffach-Triumph! für das Arbö-Team Steyr in der Klasse 4 bis 1600ccm an, sondern fuhr auch in der Division II Gesamtwertung als Dritter auf das Podest. Auf den Plätzen folgten Gerhard Kronsteiner, Alfred Feldhofer, David Madlmayr und Philipp Gärtner. In der Klasse 5 bis 2000ccm blieb Andreas Ortner im Peugeot 205 auch in Linz siegreich. Erstmals am Stockerl in dieser Klasse waren hingegen Alexander Hamiga und Armin Bachl. Hannes und Patrick Huemer ließen ihren C-Kadett in der Klasse 6 über 2000ccm so richtig fliegen und holten sich einen beeindruckenden Doppelsieg in der Klasse und im Gesamtklassement der Division II. Dominator Mario Mayr erwischte keinen guten Tag und musste sich 186 Tausendstel hinter Vater Christian Mayr diesmal mit Platz vier begnügen. Die Klasse 8, Sammelklasse Division II war diesmal mit sechs Teilnehmern erfreulicherweise sehr gut frequentiert. Christian Kellermayr konnte dabei seine weiße Weste behalten und seinen dritten Saisonsieg einfahren. Philipp Raab matchte sich mit Roland Luger um die Plätze zwei und drei und hatte am Ende um 591 Tausendstel das bessere Ende für sich. Platz vier ging an Jürgen Kellermayr und fünfter wurde Andreas Bachl.
Im Renault-Twingo Cup lautete das Motte hingegen „Same procedure as last race”! So wie bei den vorangegangenen Rennen gewann Mario Perner vor Simone Maderthaner.
In der Damenklasse lächelten mit Carina Kröll, Birgit Löschnig und Marina Zimmermann dieselben drei vom Siegerpodest wie beim zweiten Lauf in Kalwang. Platz vier ging an Debütantin Melanie Schwarzmüller und Rang fünf an Sandra Maier.
Bleibt noch die stark besetzte Veranstalterklasse, wo Sieger Rene Aichgruber mit 39,78 Sekunden eine galaktische Bestzeit in den Asphalt brannte. Mit Platz zwei vor Martin Walcher stellte Lorena Ferrari ihr großes Talent einmal mehr unter Beweis. Christian Hager teilte sich mit Walcher seinen spektakulären Arial Atom und landetet nur 51 Tausendstel hinter diesem auf Rang vier, und Ferraris Teamkollege Johann Rohregger komplettierte weniger als eine halbe Sekunden hinter dem Stockerl dir Top-Five.
Bis zum letzten Lauf des 36ten internationalen oberösterreichischen Automobilslalom-Cups in Fohnsdorf steht nun erstmal eine Sommerpause auf dem Kalender, in der sich Mensch und Maschine bestens für das Finale vorbereiten werden. Veranstalter im Fahraktivzentrum unweit des Red-Bull-Rings wird wie im Vorjahr der MSC-Kitzbühel sein.
Bericht: DI Martin Dall
Nachlese Lauf 3 Linz/Voest 2024
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